Simulieren bedeutet inhaltslose Zeichen zu produzieren. Zeichen haben per Definition Form und Inhalt. Die Beziehung zwischen Form und Inhalt ist die Bedeutung. Wenn man simuliert, stellt man die Form dar, es gibt dazu aber keinen Inhalt.

Ist diese Unterscheidung wichtig? In Bezug auf unsere Gemütszustände kaum, so die aktuelle Neuroforschung! Simulieren Sie Freude und schauen Sie, was geschieht! Stellen Sie die äusserlichen Zeichen eines Wohlgefühls dar. Wie fühlt sich das an?

Achten Sie auf Momente, in denen Sie sich gut fühlen: richten Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, was Ihr Körper empfindet. Wie stehen Sie? Was sagen Sie zu sich? Wie sehen Sie dabei von der Seite aus? Ein Lächeln, entspannte Augen, eine offene Haltung, entspannte Atmung, was tun diese Gesten und Mimiken für Ihren Gemütszustand? Sollten Sie sich einmal nicht gut fühlen, schauen Sie, was geschieht, wenn Sie ein Wohlgefühl simulieren!

Warnung: ich rede ausschliesslich von inneren Zuständen, nicht von äusseren! Auf keinem Fall ist dies eine Einladung Ruhm oder Reichtum oder Bekanntschaft zu Prominenten oder Einfluss zu simulieren! Das wäre eine schlechte Sache! Es ist aber wohl eine Einladung, gute Gemütszustände zu simulieren. Simulieren Sie die Physiologie des guten Gefühls und es wird nicht lange dauern, bis es zur Realität wird! Das ist eine gute Sache!