Modelling ist ein Lernverfahren, das jedem Lernprozess zugrunde liegt. Modelling bedeutet, wiederkehrende Verhaltensmuster anderer zu erkennen und zu übernehmen. Kinder modellieren intuitiv, sie kopieren einfach solange das, was andere tun, bis sie es richtig machen. Diese unbewusste und spielerische Aneignung von Fertigkeiten und Wissen beim Ausüben einer Tätigkeit nennt man implizites Lernen. Modelling ist eine systematische Art, implizit zu lernen. Die Fähigkeit zu modellieren, ist uns sozusagen in die Wiege gelegt.
Im Coaching wird von Modelling Gebrauch gemacht, um von Vorbildern oder Experten zu lernen. Das heisst, die natürliche Fähigkeit durch Beobachtung zu lernen, wird gezielt eingesetzt, um die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Durch Beobachtung werden wiederkehrende Muster in Handlungen und Verhalten von Menschen mit besonderen Fähigkeiten identifiziert und wiederholt. Dadurch wird eine Vereinfachung und Verkürzung der Lernkurve angestrebt. Modelling ist somit auch im Selbstcoaching einsetzbar. Eine grundlegende Idee ist, dass jedes Verhalten eine Struktur hat und gleichzeitig ein Vorgang ist. Struktur und Vorgang können wiederholt, gelernt, gelehrt und sogar verändert werden. Der Modeller untersucht, was genau das Vorbild zu seinen Leistungen befähigt. Sequenzen und Einheiten von Verhalten werden identifiziert und nachgeahmt. Ausdrücke wie „in die Schuhe des anderen steigen“, „mit den Augen des anderen sehen“ oder „sich eine Scheibe abschneiden“ nehmen Bezug darauf, was Modelling anstrebt.

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